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Schreibweise
qiáo
HSK 5 Radikal: 目 17 Striche
💡 Denke an: ‚Augen (目) + hoch (乔) = hinaufschauen‘ – also genau hinsehen!
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

瞧 (qiáo) meaning in English — hinschauen

瞧 ist im modernen Standardchinesisch vor allem in mündlicher Kommunikation und literarischen Dialogen verbreitet, besonders in nordchinesischen Dialekten und klassischen Romanen wie ‚Die Rote Kammer‘ (Honglou Meng), wo es zur Charakterisierung spontaner, emotionaler Reaktionen dient. Es ist Teil fester Ausdrücke wie 瞧瞧 (qiáoqiao, ‚mal kurz schauen‘) oder 瞧什么 (qiào shénme, ‚Worauf schaust du?‘ – oft mit ironischem Unterton). Linguistische Korpora zeigen, dass es im gesprochenen Mandarin etwa dreimal so häufig vorkommt wie in formellen schriftlichen Texten.

Formgeschichtlich ist 瞧 kein Piktogramm, sondern ein später entwickeltes phono-semantisches Zeichen der Han-Dynastie. Die rechte Komponente 乔 war ursprünglich ein eigenständiges Zeichen für ‚hoch‘ oder ‚erhaben‘, wurde aber hier rein phonetisch übernommen. Die Strichfolge folgt strikt den Regeln der chinesischen Schreibkunst: links zuerst (目), dann rechts (乔), mit insgesamt 17 Strichen in festgelegter Reihenfolge.

Das Zeichen 瞧 (qiáo) ist ein semantisches Kompositum aus dem Radikal 目 („Auge“) links und dem phonetischen Bestandteil 乔 (qiáo) rechts. Es gehört zur Kategorie der sogenannten „phono-semantischen Zeichen“, bei denen die linke Komponente die Bedeutungsklasse angibt – hier visuelle Wahrnehmung – und die rechte Komponente primär die Aussprache andeutet. Historisch entstand es in der späten Han-Zeit als Erweiterung älterer Seh-Verben wie 看 (kàn).

Im modernen Hochchinesisch ist 瞧 ein lebendiges, aber leicht informelles Verb mit einer nuancierten Betonung auf bewusstem, oft neugierigem oder prüfendem Hinsehen. Im Gegensatz zu 看 ist es häufiger in gesprochener Sprache, Dialekten (insbesondere Nordchinas) und literarischen Beschreibungen anzutreffen. Es vermittelt eine stärkere intentionale Komponente: nicht nur ‚sehen‘, sondern ‚genau hinschauen‘, manchmal auch mit Unterton von Überraschung oder Skepsis.

Grammatikalisch fungiert 瞧 meist als intransitives oder transitives Verb, das direkt ein Objekt regieren kann (z. B. 瞧他). Es tritt häufig in Imperativformen („Komm, schau mal!“), Redewendungen (如:瞧瞧, 瞧什么) und im Zusammenhang mit Verstärkungspartikeln wie 一 (yī) auf. In schriftlichen Texten des HSK-Niveaus 5 erscheint es typischerweise in narrativen Passagen, Dialogen oder beschreibenden Abschnitten, wo feinere Nuancen der Wahrnehmung gefragt sind.

💬 Beispielsätze

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