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Schreibweise
cuò
HSK 6 Radikal: 扌 10 Striche
💡 Stell dir vor: Eine Hand (扌) drückt jemanden vom Sitz (坐) runter – das ist ein Rückschlag!
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

挫 (cuò) meaning in English — vereiteln

Historisch belegt ist 挫 seit der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) in offiziellen Dokumenten und historiographischen Werken als Terminus für militärische oder politische Rückschläge – etwa in Ban Guaos ‚Hanshu‘ zur Beschreibung gescheiterter Feldzüge. In der modernen Sprache ist es fest in Redewendungen wie ‚遭受挫折‘ („einen Rückschlag erleiden“) verankert und gehört zum Standardvokabular von Medienberichten über wirtschaftliche Krisen oder persönliche Lebenskrisen.

Die Schriftform leitet sich nicht von einem Piktogramm ab, sondern ist ein typisches形声字 (xíngshēngzì) – ein semantisch-phonetisches Zeichen. Der linke Teil 扌 deutet auf Handlung hin, der rechte Teil 坐 war ursprünglich lautgebend, hat aber im Laufe der Entwicklung seine phonetische Funktion verloren und dient heute rein formal als Strukturanker. Die heutige Strichfolge folgt strengen Regeln der Kalligraphie: zuerst die drei Striche des Radikals, dann die sieben Striche des rechten Teils in definierter Reihenfolge.

Das Zeichen 挫 (cuò) gehört zur Gruppe der semantisch-phonetischen Komposita und besteht aus der linken Handradikalgruppe 扌 (Shǒu zì páng), die auf Handlung oder physische Einwirkung hinweist, sowie dem rechten phonetischen Bestandteil 坐 (zuò), das hier jedoch nicht die Aussprache, sondern eine historisch veränderte Lautkomponente darstellt. Es ist kein Piktogramm, sondern ein entwickeltes Formzeichen mit klarer Schreibstruktur.

Die Grundbedeutung von 挫 ist ‚hemmen‘, ‚zurückdrängen‘ oder ‚frustrieren‘ – stets im Sinne einer aktiven, oft unerwarteten Beeinträchtigung eines Fortschritts oder Plans. Im klassischen Chinesisch wurde es bereits in Texten wie den ‚Geschichten des Großen Historikers‘ (Shǐjì) verwendet, um militärische Niederlagen oder politische Rückschläge zu beschreiben. Es impliziert keine endgültige Niederlage, sondern einen vorübergehenden, schmerzhaften Stopp.

In der modernen Sprache erscheint 挫 häufig in abstrakten Kontexten: etwa bei psychologischen Rückschlägen (z. B. Selbstvertrauen einbüßen), strategischen Fehlschlägen oder technischen Hindernissen. Es wird selten allein verwendet, sondern fast ausschließlich in festen Verb- oder Substantivkomposita wie 挫折 (cuòzhé, ‚Rückschlag‘) oder 挫败 (cuòbài, ‚Niederlage‘). Seine Verwendung signalisiert eine aktive, meist äußere Kraft, die einen Prozess unterbricht.

💬 Beispielsätze

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