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Schreibweise
Auch ausgesprochen: jié
Radikal: 亻 11 Striche
💡 Denk an 'Ji' (wie Jīn) + 'Yè' (Werk): Ein buddhistisches Werk (Vers) zum Rezitieren.
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

偈 (jì) meaning in English — buddhistischer Hymnus

Historisch wurde 偈 seit der späten Han- bis zur Tang-Dynastie in buddhistischen Übersetzungen verwendet, insbesondere in Sutras und Kommentaren von Kumārajīva und Xuanzang. Es bezeichnete metrische, rezitierfähige Verse, die Lehren verdichteten – etwa in der 'Lotus-Sutra' oder den 'Vimalakīrti-Nirdeśa'-Kommentaren. Heute erscheint es vorwiegend in Tempelinschriften, Mönchsmanualen und akademischen Arbeiten zur chinesischen Buddhismusgeschichte.

Die Schriftform ist kein Piktogramm, sondern ein phono-semantisches Kompositum: 亻 (Menschenradikal) signalisiert Bezug zum menschlichen Ausdruck, 業 (yè) dient als Lautzeichen mit historischem Klangwert *jep/*kip, der sich zu jì entwickelte. Dies entspricht dem etymologischen Prinzip der chinesischen Lehnübersetzungen aus dem Sanskrit.

Das Zeichen 偈 ist ein semantisches Lehnzeichen aus dem buddhistischen Fachvokabular, das im Chinesischen vor allem in religiösen und literarischen Kontexten vorkommt. Es gehört zur Kategorie der sogenannten 'Buddha-Wörter' (佛词), die durch Übersetzungen indischer Sanskrit-Begriffe entstanden sind – hier insbesondere aus dem Wort 'gāthā'. Seine Verwendung ist stark auf buddhistische Texte, Ritualpraxis und kommentierende Literatur beschränkt.

Die Schriftform besteht aus dem Menschen-Radikal 亻 links und dem phonetischen Bestandteil 業 rechts, das ursprünglich 'Werk', 'Tat' oder 'karmische Handlung' bedeutet – eine sinnvolle Assoziation, da Gāthās oft als karmisch wirksame, rituell rezitierte Verse verstanden werden. Obwohl es 11 Striche zählt, wird es nicht nach Häufigkeit gelehrt und fehlt in den HSK-Listen aller Stufen.

Die Aussprache jì ist die standardmäßige Lesung in modernem Mandarin; jié tritt selten auf, meist in altertümlichen oder dialektalen Überlieferungen sowie in spezifischen Texttraditionen wie der Tang-Dynastie-Kommentarliteratur. Die Aussprache ist nicht regional bedingt, sondern kontextabhängig und stets an die Textquelle gebunden.

💬 Beispielsätze

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