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Schreibweise
cuò
Radikal: 钅 12 Striche
💡 Metallradikal + ‚Sitzen‘ → stell dir vor: Du sitzt und feilst Metall!
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

锉 (cuò) meaning in English — feilen

Historisch belegt ist 锉 seit der Ming-Dynastie (14.–17. Jh.) in technischen Manuskripten wie dem ‚Tiangong Kaiwu‘ („Die himmlische Vollkommenheit der Werke“), wo es die Verwendung von Feilen zur Bearbeitung von Bronze- und Eisenwerkzeugen beschreibt. In der modernen chinesischen Industrie bleibt es ein Standardbegriff in Maschinenbau-Lehrbüchern und Berufsausbildungsplänen für Metalltechniker. Es taucht regelmäßig in Sicherheitsvorschriften auf, etwa bei Warnhinweisen zu Schutzhandschuhen beim Feilen.

Die Schriftform leitet sich nicht von einem Piktogramm ab, sondern ist ein klassisches phono-semantisches Zeichen: 钅 signalisiert den Bezug zu Metall, während 坐 lautlich annähernd cuò wiedergibt – ohne ikonische Verbindung zur Handlung. Typisch ist seine Verwendung heute in Werkstätten: Ein Lehrmeister sagt zu seinem Azubi: „先锉一锉,再量尺寸“ („Feile erst einmal kurz nach, dann miss die Maße“).

Das Zeichen 锉 (cuò) gehört zur Gruppe der semantisch-phonetischen Komposita und besteht aus dem linken Radikal 钅 (Jīn, ‚Metall‘) und dem rechten phonetischen Bestandteil 坐 (zuò, hier als Lautträger für cuò). Es ist kein Piktogramm, sondern ein entwickeltes Schriftzeichen aus der späten Zhou- bis Han-Zeit, das sich auf metallverarbeitende Techniken bezieht. Die 12 Striche folgen einer klaren, wiederkehrenden Abfolge: zuerst das Metallradikal mit seinen fünf Strichen, dann die sechs Striche von 坐 – inklusive des charakteristischen ‚Dach‘-Strichs am Anfang – und abschließend der vertikale Abschlussstrich.

Die Bedeutung ‚to fracture‘ ist im Deutschen irreführend, wenn man sie isoliert betrachtet: 锉 bezeichnet primär das mechanische Bearbeiten harter Materialien mit einer Feile – also das Abtragen, Fräsen oder Raspeln durch wiederholte Schabebewegungen. Diese Tätigkeit führt zwar zu einer kontrollierten Zerstörung der Oberfläche, doch ist ‚fracture‘ im Sinne von ‚brechen‘ oder ‚zersplittern‘ nicht zutreffend. Vielmehr geht es um präzises, abrasives Formen – eine Handlung, die in der chinesischen Metallurgie seit der Bronzezeit dokumentiert ist.

Im modernen Chinesisch wird 锉 fast ausschließlich verbal verwendet und selten allein; meist erscheint es in Verbkomposita wie 锉平 (cuòpíng, ‚ebe­nen‘) oder 锉掉 (cuòdiào, ‚abschleifen‘). Es ist kein HSK-Zeichen, da es fachsprachlich bleibt – typisch für Werkstatt-, Handwerks- oder technische Kontexte. Die Aussprache cuò ist ein viertes Tonsilben mit fallender Tonhöhe, was bei deutschsprachigen Lernenden oft mit „kwo“ (wie in ‚Kwark‘) verwechselt wird – daher ist die korrekte Tonhöhe besonders zu üben.

💬 Beispielsätze

Zusammengesetzte Wörter

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