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Schreibweise
Radikal: 戈 15 Striche
💡 戈 = Waffe, 录 = Aufzeichnung → staatlich registrierte Hinrichtung.
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

戮 (lù) meaning in English — hinrichten

Historisch wurde 戮 vor allem in kaiserlichen Edikten, Strafrechtsverordnungen und militärischen Berichten verwendet, um die Vollstreckung von Todesurteilen gegen Verräter oder Feinde zu kennzeichnen. Ein bekanntes Beispiel ist die Redewendung 戮力同心 (lùlì tóngxīn), die heute noch im Hochchinesisch vorkommt und wörtlich „mit vereinten Kräften (einen Feind) vernichten“ bedeutet – doch hat sie sich idiomatisch zu „gemeinsam mit aller Kraft wirken“ gewandelt, wobei die blutige Konnotation abgeschwächt ist.

Das Zeichen ist kein Piktogramm, sondern ein phono-semantisches Zeichen (xíngshēngzì): Das Radikal 戈 deutet auf Gewalt/Krieg hin, während 录 (ursprünglich für „aufzeichnen“, „registrieren“) den Lautwert liefert. Diese Kombination spiegelt die altchinesische Vorstellung wider, dass Hinrichtungen stets protokolliert und rechtskräftig sein mussten – kein Akt der Rache, sondern ein dokumentierter Akt staatlicher Gewalt.

Das Zeichen 戮 (lù) ist ein semantisches Kompositum aus dem Radikal 戈 („Kriegsaxt“, „Waffe“) und dem phonetischen Bestandteil 绿 (lù, hier abgeleitet von 录 lù, das in alter Schriftform mit 戮 verwandt ist). Es gehört zu den weniger häufigen Schriftzeichen des modernen Chinesisch und wird vorwiegend in literarischen, historischen oder juristischen Kontexten verwendet. Seine Bedeutung konzentriert sich auf das gezielte, oft kollektive oder strafende Töten – etwa im Sinne von „hinrichten“, „ausrotten“ oder „vernichten“.

Im Gegensatz zu alltäglichen Verben wie 杀 (shā, „töten“), die neutral und breit einsetzbar sind, vermittelt 戮 eine stärkere Nuance von Rechtsprechung, Kriegsrecht oder moralischer Verurteilung. Es tritt häufig in klassischen Texten wie den „Zhan Guo Ce“ oder in offiziellen Dokumenten der Ming- und Qing-Dynastie auf, wo es die Vollstreckung von Strafen durch staatliche Autorität bezeichnet. Die Aussprache lù ist klar und betont – kein Tonwechsel, sondern ein fallender viertel Ton.

Die Strichfolge folgt einer klaren Struktur: Zuerst das linke Radikal 戈 (6 Striche), dann das rechte Element 录 (9 Striche), wobei letzteres in der traditionellen Form aus 録 abgeleitet ist. Alle 15 Striche müssen in genauer Reihenfolge ausgeführt werden, um die Balance zwischen Kampf (戈) und Aufzeichnung/Urteil (录) zu bewahren – ein grafisches Zeugnis dafür, dass das Töten hier nicht willkürlich, sondern dokumentiert und sanktioniert ist.

💬 Beispielsätze

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