第
Zeichengeschichte & Erklärung
第 war seit der Tang-Dynastie (618–907) fest etabliert, um die Rangstufen erfolgreicher Absolventen der kaiserlichen Prüfungen zu kennzeichnen – etwa 第一名 (dì yī míng, ‚Erster Platz‘) oder 第三甲 (dì sān jiǎ, ‚Dritte Klasse‘ unter den Graduierten). Diese Rangordnung bestimmte Karrierechancen und Ämterzuweisung. Noch heute erscheint 第 in amtlichen Dokumenten, Schulzeugnissen und Medienberichten über Wettbewerbe, um objektive, institutionalisierte Platzierungen auszudrücken.
Die Schriftform geht nicht auf ein Piktogramm zurück, sondern ist ein traditionelles Leihzeichen (jiajie): Der obere Teil ⺮ (Bambus) deutet ursprünglich auf Schreibmaterial hin (Bambusstreifen als frühe Schreibunterlagen), der untere Teil 弟 (dì, ‚jüngerer Bruder‘) dient phonetisch als Lautzeichen. So entstand ein rein konventionelles, nicht-bildliches Ordnungssymbol.
Das Zeichen 第 (dì) ist ein Ordnungszahlzeichen und bedeutet im Kern ‚der/die/das erste, zweite, dritte usw.‘ – also die Position in einer Reihe oder Abfolge. Es wird ausschließlich vor Zahlen verwendet, um Ordnungszahlen zu bilden, etwa 第一 (dì yī, ‚erster‘) oder 第三 (dì sān, ‚dritter‘). Im Gegensatz zum deutschen ‚1., 2., 3.‘ steht 第 immer vor der Zahl und ist unverzichtbar für jede formale oder schriftliche Angabe einer Reihenfolge.
Historisch leitet sich 第 von einem Zeichen ab, das ursprünglich den Abschluss eines Wettbewerbs oder die Rangfolge erfolgreicher Kandidaten in den kaiserlichen Prüfungen bezeichnete. Diese Bedeutung ist heute noch spürbar: In offiziellen Kontexten wie Prüfungsergebnissen, staatlichen Ranglisten oder akademischen Abschlüssen signalisiert 第 stets eine autorisierte, hierarchische Einordnung – nicht bloß eine zählbare Position, sondern einen anerkannten Platz innerhalb einer Bewertungsstruktur.
Grammatisch fungiert 第 als Präfix und bildet mit einer Zahl stets eine feste, untrennbare Einheit. Es kann nicht allein stehen, auch nicht ohne nachfolgende Ziffer oder Ordnungswort wie 一次 (yī cì, ‚einmal‘). Seine Verwendung ist obligatorisch bei formeller Numerierung – in Adressen, Kapitelüberschriften, Wettkampfrankings oder juristischen Paragraphen. Fehlt 第, wird die Zahl automatisch als Kardinalzahl verstanden, was in vielen Kontexten zu Missverständnissen führt.
Beispielsätze
Zusammengesetzte Wörter
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