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Schreibweise
chī
Radikal: 口 10 Striche
💡 口 + 赤 = Mund (口) macht ein rotes Gesicht (赤) beim Kichern!
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

哧 (chī) meaning in English — Kichern

Historisch dokumentiert ist 哧 seit der Ming-Dynastie (14.–17. Jh.) als lautmalerisches Zeichen in Volksdramen und Erzählungen, besonders in Dialogen, wo es die Reaktion einer Person auf peinliche oder komische Situationen wiedergibt. Es taucht häufig in klassischen Operntexten und späten Romantexten auf, stets in Verbindung mit einem verbalen oder mimischen Ausdruck der Verlegenheit. Keine bekannten Redewendungen oder Idiome nutzen es allein – es bleibt stets an begleitende Verben oder Partikeln gebunden.

Die Schriftform ist kein Piktogramm, sondern ein reines phono-semantisches Zeichen (xíngshēngzì): 口 gibt den Bereich (Lautäußerung) an, 赤 liefert die ungefähre Lautangabe. Der ursprüngliche Lautwert von 赤 war chì, doch durch historische Lautverschiebung wurde chī zu einer akzeptierten Variante für dieses onomatopoetische Bedürfnis – ein typisches Beispiel für die Flexibilität des chinesischen Schriftsystems bei der Darstellung von Geräuschen.

Das Zeichen 哧 gehört zur Kategorie der onomatopoetischen Schriftzeichen und stellt ein lautmalerisches Geräusch dar – konkret das leise, schnelle Lachen oder Kichern. Es besteht aus dem Radikal 口 (Mund), das auf die lautliche Herkunft hinweist, und dem phonetischen Bestandteil 赤 (chì, ‚rot‘), das hier lediglich die Aussprache chī annähert, ohne semantische Verbindung zum Sinn zu haben. Die Strichzahl beträgt zehn, und die Schreibrichtung folgt den klassischen chinesischen Regeln: von oben nach unten, von links nach rechts.

Im modernen Chinesisch wird 哧 selten isoliert verwendet, sondern fast ausschließlich in festen Redewendungen oder als Teil onomatopoetischer Ausdrücke. Es vermittelt eine spielerische, leicht spöttische oder verlegen-kichernde Tonlage – nie laut oder herzlich, stets subtil und oft mit einer Nuance von Belustigung über etwas Unangemessenes oder Peinliches. Seine Verwendung ist stilistisch gebunden: vor allem in Erzählprosa, Comics oder gesprochenem Dialog mit literarischem Anspruch.

Obwohl 哧 nicht im offiziellen HSK-Vokabular enthalten ist, begegnet es gelegentlich fortgeschrittenen Lernenden in authentischen Texten, etwa in Kurzgeschichten von Lu Xun oder zeitgenössischen Autoren wie Wang Shuo. Es ist kein Alltagszeichen, aber ein feines sprachliches Werkzeug zur Charakterisierung von Stimmung und Mimik – vergleichbar mit deutschen Wörtern wie ‚kichern‘ oder ‚tuscheln‘, nur noch nuancierter und kontextabhängiger.

💬 Beispielsätze

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