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Schreibweise
jìn
Radikal: 口 11 Striche
💡 口 + 今 = Mund (口) stottert gerade jetzt (今) – also 唫!
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

唫 (jìn) meaning in English — stottern

Das Zeichen 唫 ist im modernen Hochchinesisch nahezu obsolet und findet sich kaum noch in gedruckten Medien, Lehrbüchern oder offiziellen Dokumenten. Es wird nicht im aktuellen Xiàndài Hànyǔ Cídiǎn („Wörterbuch der modernen chinesischen Sprache“) geführt und fehlt auch in der offiziellen Liste der häufigsten 8.000 Zeichen. Historisch war es vereinzelt in südchinesischen Dialektaufzeichnungen (z. B. in kantonesischen Glossaren des frühen 20. Jahrhunderts) als onomatopoetische Beschreibung von stockendem Sprechen dokumentiert.

Es handelt sich um kein Piktogramm, sondern um ein phono-semantisches Zeichen: 口 deutet auf die Mund- bzw. Sprechfunktion hin, 今 liefert den Lautwert (ursprünglich näher an jìn als an jīn). Diese Kombination ist nicht etymologisch motiviert, sondern rein konventionell – vergleichbar mit vielen anderen seltenen Zeichen, die durch regionale Sprachvariationen entstanden sind.

Das Zeichen 唫 (jìn) ist ein seltenes, semantisch-phonetisches Kompositum mit dem Radikal 口 (Mund) links und der phonetischen Komponente 今 (jīn) rechts. Es gehört zu den weniger gebräuchlichen Zeichen des modernen Standardchinesisch und taucht vorwiegend in literarischen oder regionalen Kontexten auf. Seine Bedeutung ‚stottern‘ bezieht sich auf eine unwillkürliche Unterbrechung beim Sprechen – nicht als medizinischer Begriff, sondern als beschreibende sprachliche Nuance.

Die Strichzahl von 11 folgt einer klaren Struktur: Zuerst das Mund-Radikal 口 (3 Striche), dann die rechte Komponente 今 mit ihren 8 Strichen – darunter die charakteristische horizontale Linie am Anfang und der abschließende Punkt. Die Schreibrichtung entspricht den allgemeinen Regeln: von oben nach unten, von links nach rechts. Jede Komponente muss präzise platziert sein, um Lesbarkeit und korrekte Erkennung durch native Speaker zu gewährleisten.

Obwohl 唫 im HSK-Kanon nicht enthalten ist, erscheint es gelegentlich in klassischen Texten oder Dialektmaterialien, etwa in südchinesischen Sprachaufzeichnungen. Es wird nicht mit modernen Stottertherapien assoziiert, sondern dient primär der stilistischen Darstellung von Unsicherheit, Nervosität oder sprachlicher Hemmung – ähnlich wie das Verb ‚stammeln‘ im Deutschen. Seine Verwendung ist daher stark kontextabhängig und erfordert Sensibilität für Tonfall und Register.

💬 Beispielsätze

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