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Schreibweise
HSK 3 Radikal: 氵 12 Striche
💡 Denk an 'KÖ' (kě) + Wasser (氵): Kö = Kopf → Kopf trocken = durstig!
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

渴 (kě) meaning in English — durstig

Historisch belegt ist 渇 bereits in der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) als Standardausdruck für physischen Durst in medizinischen Texten wie dem Huangdi Neijing. In der klassischen Literatur dient es häufig metaphorisch, etwa bei Du Fu, um existenzielle Sehnsucht auszudrücken. Heute erscheint es in offiziellen Dokumenten zur Wasserversorgung, in Gesundheitskampagnen (z. B. „Vermeidung von Durst als Frühwarnzeichen“) und regelmäßig in den HSK-Prüfungen ab Stufe 3.

Die heutige Form geht auf die reguläre Kursivschrift (楷书, kǎishū) zurück; das Radikal 氵 ist eine vereinfachte Darstellung von 水 (Wasser), während die rechte Komponente 喝 aus dem älteren Zeichen 喝 („laut trinken“) hervorging – dies dokumentiert die enge semantische Verknüpfung zwischen Durst und der Aktivität des Trinkens.

Das Zeichen 渴 (kě) gehört zur dritten HSK-Stufe und beschreibt den physiologischen Zustand des Durstes – also das dringende Verlangen nach Flüssigkeit. Es ist ein semantisches Zeichen mit dem Wasserradikal 氵 links, das auf die Verbindung mit Wasser hinweist, und dem phonetischen Bestandteil 喝 (hē, „trinken“) rechts, das nicht nur die Aussprache annähernd vorgibt, sondern auch den Handlungskontext verstärkt: Durst führt zum Trinken. Dieses Konstruktionsprinzip ist typisch für chinesische Formzeichen.

Die Strichzahl beträgt zwölf, wobei die linke Seite mit drei Wasserstrichen (氵) beginnt – eine standardisierte Abkürzung von 水 (shuǐ, „Wasser“). Die rechte Komponente 喝 wird hier stilisiert dargestellt und enthält u. a. den Mund (口) und das Zeichen für ‚harmonisch‘ (曷), was historisch auf die Atem- und Schluckbewegung verweist. Die Schreibfolge folgt strengen Regeln: von oben nach unten, von links nach rechts, mit klaren Anfangs- und Endstrichen.

Im Sprachgebrauch tritt 渴 meist in adjektivischer oder verbalischer Funktion auf, oft in Kombination mit anderen Zeichen wie 饥 (jī, „Hunger“) zu 饥渴 (jīkě, „Hunger und Durst“) oder metaphorisch für intensives Verlangen – etwa nach Wissen (求知若渴, qiúzhī ruò kě, „so durstig nach Wissen sein wie jemand unter Wassermangel“). Es ist kein alltägliches Einzelzeichen, sondern lebt vor allem in festen Ausdrücken und literarischen Kontexten.

💬 Beispielsätze

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