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Schreibweise
dài
HSK 4 Radikal: 戈 17 Striche
💡 Denken Sie an ‚DACH‘: D für戴, A für Aufsetzen, CH für ‚Chapka‘ – eine Mütze, die man aufsetzt.
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

戴 (dài) meaning in English — tragen

Historisch taucht 戴 bereits in der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) in Inschriften auf, zunächst mit der Bedeutung ‚auf dem Kopf tragen‘ – etwa bei zeremoniellen Kopfbedeckungen. In der klassischen Literatur (z. B. im ‚Zuo Zhuan‘) bezeichnet es oft das Tragen von Rüstungsteilen oder Ehrenabzeichen. Heute ist es alltagssprachlich unverzichtbar: Bei Pandemie-Maßnahmen wurde 戴口罩 (dài kǒuzhào) zum Schlüsselbegriff – ‚eine Maske tragen‘ – und erreichte hohe Frequenz in Medien und öffentlichen Hinweisen.

Die Schriftform selbst ist kein Piktogramm, sondern ein entwickeltes Leihzeichen: Der linke Teil 异 (yì) war ursprünglich ein phonetischer Hinweis, während 戈 (gē) als Radikal diente – vermutlich wegen der formalen Ähnlichkeit mit älteren Varianten, nicht aus semantischen Gründen. Dies zeigt, wie Radikale manchmal rein strukturell übernommen werden.

Das Zeichen 戴 (dài) gehört zur HSK-Stufe 4 und zählt mit 17 Strichen zu den mittelschweren Schriftzeichen. Es ist ein semantisch-phonetisches Kompositum: Der linke Teil (異) liefert den Lautwert (früher *dài*), der rechte Teil (戈 – ‚Kriegsaxt‘) fungiert als Radikal, obwohl er hier nicht semantisch wirkt – eine historische Besonderheit, da das Radikal in diesem Zeichen keinen direkten Bezug zur Bedeutung ‚tragen/anziehen‘ hat.

Die Hauptbedeutung ist ‚etwas auf den Körper legen oder befestigen‘, insbesondere Kleidungsstücke, Accessoires oder medizinische Geräte wie Masken oder Brillen. Im Gegensatz zu 穿 (chuān, ‚anziehen‘, meist für Oberbekleidung) oder 戴 (dài) ist die Verwendung von 戴 stärker an Kopf-, Gesichts- oder Handbereich gebunden – etwa Hut, Brille, Handschuh oder Ohrschmuck.

Grammatikalisch steht 戴 fast immer transitiv mit einem direkten Objekt und wird häufig im Perfekt mit 了 oder im Imperativ verwendet. Es erscheint auch in festen Ausdrücken wie 戴帽子 (‚jemandem etwas unterstellen‘, wörtlich ‚einen Hut aufsetzen‘) – eine idiomatische Metapher, die seit der Ming-Zeit dokumentiert ist und heute noch in der Umgangssprache lebt.

💬 Beispielsätze

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