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Schreibweise
pàn
HSK 6 Radikal: 田 10 Striche
💡 Denk an 'Feld-Rand': 田 = Feld, 半 = halb → Rand eines Feldes.
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

畔 (pàn) meaning in English — Ufer

Historisch belegt ist 畔 bereits in der Zhou-Dynastie (ca. 1046–256 v. Chr.) als topographische Bezeichnung für Feldränder und Uferzonen. In den *Shūjīng* (Buch der Dokumente) und insbesondere in Gedichten der *Chǔ Cí*-Sammlung erscheint es regelmäßig in Verbindung mit Wasserläufen, um idyllische oder melancholische Stimmungen zu erzeugen. Bis heute bleibt es ein fest etabliertes Element in geografischen Namen und literarischen Formulierungen.

Die Schriftform ist kein reines Piktogramm, sondern ein phono-semantisches Zeichen: 田 deutet auf landwirtschaftlichen Raum hin, 半 liefert den Lautwert und verstärkt indirekt die Vorstellung von „Halbheit“ bzw. „Teilung“ – also einer Grenzlinie, die zwei Bereiche trennt. Diese Struktur ist typisch für mittlere bis fortgeschrittene Zeichen der chinesischen Schrift.

Das Zeichen 畔 (pàn) gehört zur Gruppe der semantisch-phonetischen Komposita und besteht aus dem Radikal 田 („Feld“) links und dem phonetischen Bestandteil 半 (bàn, „halb“) rechts. Es vermittelt ursprünglich die Vorstellung einer Feldgrenze – also der seitlichen Begrenzung eines Ackerstücks. In klassischen Texten wie den *Shījīng* (Buch der Lieder) begegnet es häufig in landschaftsbeschreibenden Passagen, wo es konkret die Uferlinie eines Flusses oder den Rand eines Feldes benennt.

Obwohl 畔 heute selten isoliert verwendet wird, behält es in festen Ausdrücken und literarischer Sprache seine präzise Bedeutung von „Seite“, „Rand“ oder „Grenze“. Es ist kein Alltagszeichen, sondern charakteristisch für gehobene, poetische oder historisierende Register – etwa in Redewendungen wie 河畔 (Hépàn, „am Flussufer“) oder in geographischen Bezeichnungen wie 湖畔 (Húpàn, „am Seeufer“). Seine Verwendung signalisiert oft eine ruhige, beschauliche oder symbolisch aufgeladene Randlage.

Im HSK-Level-6-Kontext dient 畔 vor allem der Vertiefung des Verständnisses für räumliche Präpositionen und kulturelle Konnotationen von „Grenze“ im Chinesischen: nicht als Trennung, sondern als Übergangszone – zwischen Land und Wasser, Kultur und Natur, Innerem und Äußerem. Sein Radikal 田 unterstreicht die agrarische Wurzel der chinesischen Raumvorstellung, während die Strichzahl (10) und klare Zweiteilung (links-rechts) es zu einem gut strukturierten, aber nicht trivialen Lernziel machen.

💬 Beispielsätze

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