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Schreibweise
pái
Radikal: 亻 10 Striche
💡 Denke an ‚Pai‘ wie ‚Pantomime‘ – spielerisch, nicht ernst.
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

俳 (pái) meaning in English — spielerisch

Historisch bezeichnete 俳优 (páiyōu) professionelle Unterhalter in der Zhou- bis Tang-Dynastie – meist Menschen niedriger sozialer Herkunft, die durch satirische Verse, Mimikry und komödiantische Darstellungen am Hof unterhielten. Sie galten als ‚nicht ernst‘ im Sinne offizieller Ritual- oder Staatsdienste, doch ihre Funktion war gesellschaftlich anerkannt und dokumentiert (z. B. in der ‚Geschichte der Han-Dynastie‘). Das Zeichen 俳 blieb daher eng mit künstlerischer Ironie verbunden.

Die Schriftform ist kein Piktogramm, sondern ein entwickeltes Sinn-Klang-Zeichen: links 亻 (Mensch), rechts 非 (nicht), das seit der Bronzinschrift als abstrakte Negationskomponente dient. In der modernen Sprache lebt 俳 nur noch in gelehrten oder literarischen Ausdrücken fort – etwa in der Kunstkritik zur Beschreibung einer ‚spielerisch-leichten‘ Stilrichtung.

Das Zeichen 俳 (pái) gehört zu den weniger häufigen Schriftzeichen im modernen Chinesisch und wird vorwiegend in literarischen, historischen oder fachsprachlichen Kontexten verwendet. Es stammt ursprünglich aus dem klassischen Chinesisch und bezeichnet eine Haltung oder Qualität, die sich durch Leichtigkeit, spielerische Ironie oder bewusste Unernsthaftigkeit auszeichnet – nicht im Sinne von Unzuverlässigkeit, sondern als künstlerische Distanzierung vom Ernst der Welt.

Als Radikal trägt es 亻(„Menschenradikal“), was auf menschliches Verhalten oder eine soziale Rolle hinweist. Die rechte Komponente 非 (fēi) bedeutet ‚nicht‘ und verstärkt semantisch die Negation: also ‚nicht-ernst‘, ‚nicht-konventionell‘, ‚nicht-herkömmlich‘. Dieser Aufbau ist typisch für phonetisch-semantische Zeichen (xíngshēngzì), wobei 非 hier zugleich Klangträger (historisch nahe an pái) und Bedeutungsträger ist.

Im heutigen Hochchinesisch erscheint 俳 fast ausschließlich in festen Termini wie 俳谐 (páixié) oder 俳优 (páiyōu), letzteres bezieht sich historisch auf Unterhalter am Kaiserhof – Clowns, Akrobaten oder Satiriker, deren Aufgabe darin bestand, durch humorvolle, oft ironische Darbietungen Machtstrukturen sanft zu hinterfragen. Es ist kein Alltagswort, aber ein kulturspezifischer Schlüsselbegriff für chinesische Theatergeschichte und ästhetische Haltungen.

💬 Beispielsätze

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