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Schreibweise
Radikal: 十 5 Striche
💡 Vier ‚Zehn‘ (十) – also 4×10 = 40 – als Quadrat: 卌
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

卌 (xì) meaning in English — vierzig

卌 erscheint selten in gedruckten Texten nach dem frühen 20. Jahrhundert; dokumentierte Verwendungen stammen vor allem aus lokalen Steuerregistern der Qing-Zeit (1644–1912) und privaten Familienchroniken, wo es zur Platzersparnis bei wiederholten Zahlenangaben diente. In der modernen Sprachpraxis ist es vollständig durch 四十 (sìshí) verdrängt. Keine bekannte Redewendung oder Idiom nutzt 卌 heute – auch nicht in Dialekten oder regionalspezifischen Schreibtraditionen.

Die Form ist keine direkte Abbildung eines Gegenstands, sondern eine rein konventionelle graphische Kontraktion: viermal 十 → 卌. Diese Art der Verdichtung ähnelt anderen historischen Kurzformen wie 卅 (sà, dreißig) oder 卌 (xì, vierzig), die beide aus der Vereinfachung von Reihen gleicher Zeichen hervorgingen – ein Phänomen, das auch in der westlichen Paläografie (z. B. römische Zahlen) beobachtet wird.

Das Zeichen 卌 ist ein archaisches, stilisiertes Zahlzeichen für ‚vierzig‘ und gehört zu den sogenannten ‚Kurzformen‘ (jiǎnxiě) oder alternativen Schreibweisen traditioneller Zahlen. Es entstand durch die vierfache Wiederholung des Zeichens 十 (zehn), angeordnet in einer kompakten, quadratischen Form – nicht als eigenständiges Piktogramm, sondern als konventionelle Abkürzung. Seine Strichzahl beträgt fünf, da die vier ‚Zehn‘-Zeichen hier stilistisch verschmolzen sind: ein zentraler senkrechter Strich mit vier waagerechten Strichen, jeweils links und rechts davon zwei, was die additive Bedeutung ‚10 + 10 + 10 + 10‘ visuell verdichtet.

Im modernen Standardchinesisch wird 卌 praktisch nicht mehr verwendet – weder im Alltag noch in offiziellen Dokumenten oder Schulbüchern. Es findet sich ausschließlich in historischen Texten, alten Handschriften, Inschriften auf Steinen oder Holztafeln sowie gelegentlich in kalligraphischen Werken als bewusste Rückgriff auf klassische Formen. Auch in der chinesischen Mathematikgeschichte diente es als effiziente Schreibweise bei langen Zahlenreihen, etwa in Steuerlisten oder Volkszählungsunterlagen der Ming- und Qing-Dynastie.

Da 卌 kein HSK-Zeichen ist und auch nicht in den modernen chinesischen Zeichensätzen (wie GB2312 oder Unicode) prioritär geführt wird, gilt es für Lernende als rein kulturell-historisches Artefakt. Sein Verständnis erfordert keine aktive Beherrschung, aber Kenntnis seiner Existenz hilft beim Lesen antiker Quellen oder bei der Analyse von chinesischer Zahlenkultur – etwa dem Zusammenhang zwischen numerischer Symbolik und ritueller Vollständigkeit (40 steht in manchen Kontexten für einen vollständigen Zyklus, z. B. in buddhistischen oder daoistischen Praktiken).

💬 Beispielsätze

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