卣
Zeichengeschichte & Erklärung
Das Zeichen 卣 erscheint ausschließlich in archäologischen Berichten, Museumsbeschreibungen und Fachliteratur zur chinesischen Bronzekunst. Es findet sich regelmäßig in Inschriften auf Ausgrabungsobjekten wie dem berühmten ‚Yǒu von Zǐ Fāng‘ (子方卣) aus der späten Shang-Dynastie. In keiner modernen Redewendung, keinem idiomatischen Ausdruck oder alltäglichen Text wird es verwendet – auch nicht in literarischen Neuschöpfungen. Seine Verwendung ist streng auf wissenschaftliche Dokumentation beschränkt.
Ursprünglich war 卣 ein klares Piktogramm: Die obere Komponente ⺊ stellt den Deckel dar, die mittlere vertikale Struktur den Körper des Gefäßes, und die seitlichen Striche symbolisieren den charakteristischen gebogenen Henkel. Diese ikonische Form ist in frühen Bronzeeingüssen und Siegelstempeln gut nachweisbar und wurde später schriftlich vereinfacht, ohne jedoch ihre Grundstruktur zu verlieren.
Das Zeichen 卣 (yǒu) ist ein altes chinesisches Schriftzeichen, das ursprünglich ein rituelles Bronzegeschirr für Wein oder Opferwein in der Shang- und Zhou-Dynastie bezeichnete. Es gehört zu den sogenannten ‚Bronzeinschriften-Zeichen‘ (jīnwén) und hat sich aus einem klaren Piktogramm entwickelt, das die Form eines geschlossenen Gefäßes mit Henkel und Deckel wiedergab. Heute wird es fast ausschließlich in historischen, archäologischen oder kunstgeschichtlichen Kontexten verwendet.
Es zählt nicht zum modernen Alltagswortschatz und fehlt in allen HSK-Stufen, da es keine Rolle im heutigen gesprochenen oder geschriebenen Chinesisch spielt. Seine Bedeutung ist rein lexikalisch-historisch: Es bezeichnet ein konkretes antikes Objekt – ein hohenrituelles, meist glockenförmiges, mit Henkel versehenes Weinbehältnis aus Bronze, oft reich verziert und mit Inschriften versehen. Die Schreibweise ist heute standardisiert, doch ihre Strichfolge folgt strengen Regeln der klassischen Schreibkunst.
Als Radikal ⺊ („Kopf“ oder „Haupt“-Komponente) tritt 卣 nicht selbst auf; vielmehr enthält es dieses Radikal als oberen Bestandteil – eine typische Anordnung bei Zeichen, die ein ‚übergeordnetes‘ oder ‚oberes‘ Merkmal betonen. Die sieben Striche werden in einer festen Reihenfolge ausgeführt: zuerst der obere Querstrich, dann die beiden senkrechten Linien, gefolgt von den beiden diagonalen Strichen des Henkels und abschließend dem unteren Rahmen. Dies spiegelt die historische Entstehung als stilisierte Kontur wider.
Beispielsätze
Zusammengesetzte Wörter
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