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Schreibweise
ǎn
Radikal: 口 11 Striche
💡 Denken Sie an ‚Omm‘ – 唵 beginnt mit 口 (Mund) und endet mit 奄 (klingt wie ǎn).
Verwandte Wörter

📚 Zeichengeschichte & Erklärung

唵 (ǎn) meaning in English — Oh!

唵 wird ausschließlich in buddhistischen Ritualen, Mantras und Sutren verwendet – etwa im berühmten Mantra '唵嘛呢叭咪吽' (Ōng mā nī bā mī hōng), der chinesischen Transkription von 'oṃ maṇi padme hūṃ'. Historisch dokumentiert ist seine Verwendung seit der Tang-Dynastie (618–907) in Übersetzungen indischer Texte durch Mönche wie Xuanzang. Es kommt niemals in profanen Texten, Zeitungen oder Alltagskommunikation vor.

Die Schriftform ist keine Piktogramm-Entwicklung, sondern eine bewusste graphische Neuschöpfung: Das Radikal 口 deutet auf gesprochenen Laut hin, während die rechte Komponente (奄) als phonetischer Bestandteil dient – allerdings ohne semantische Funktion. Dies ist typisch für transkribierte Fremdwörter in der chinesischen Schriftgeschichte.

Das Zeichen 唵 (ǎn) ist ein phonetisch-transkribiertes Mantra-Zeichen aus dem Sanskrit-Sound 'oṃ', das in chinesischen buddhistischen Texten zur Wiedergabe heiliger Silben verwendet wird. Es gehört nicht zum alltäglichen chinesischen Wortschatz, sondern erscheint fast ausschließlich in religiösen Kontexten – insbesondere in Sutren, Mantras und rituellen Formeln. Seine Verwendung ist rein lautlich und nicht semantisch motiviert: es steht für den Klang, nicht für eine Bedeutung im Sinne eines Verbs oder Substantivs.

Obwohl 唵 offiziell 11 Striche zählt und unter dem Radikal 口 (Mund, Sprache) klassifiziert ist, leitet sich seine Form nicht aus einer natürlichen Entwicklung der chinesischen Schrift ab. Vielmehr entstand es als künstliche, phonetische Adaption des indischen Mantras 'oṃ' während der Übersetzung buddhistischer Werke ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. Die Wahl des Mund-Radikals signalisiert bewusst die mündliche, rezitierte Natur des Lauts.

Im modernen Chinesisch spielt 唵 keine Rolle im Alltagsgebrauch und taucht weder in HSK-Vokabellisten noch in Schulbüchern auf. Selbst viele muttersprachliche Chinesen kennen es nur aus Tempelritualen oder tibetisch-buddhistischen Kontexten. Seine Aussprache ǎn ist eine chinesische Approximation – der originale Sanskrit-Laut ist nasalierter und länger. Für Lernende ist es wichtig, dies als Spezialzeichen zu erkennen, nicht als reguläres Vokabelzeichen.

💬 Beispielsätze

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