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Schreibweise
HSK 3 Radikal: 口 10 Striche
💡 口 + 虀 = Mund macht Laut → kū! Denke an 'Kuh' (kū) – sie ruft laut, wenn sie traurig ist.
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

哭 (kū) meaning in English — weinen

Historisch dokumentiert belegt das Zeichen 哭 bereits in der Shuōwén Jiězì („Erklärung der Schriftzeichen“, ca. 100 n. Chr.) als ‚lautliches Weinen‘ – im Unterschied zu 泣 (qì), das stilles, tränenreiches Weinen beschreibt. Es war Teil ritueller Trauerpraktiken: In der Zhou-Dynastie galt lautes Weinen (哭) als gesellschaftlich erwartete Reaktion auf den Tod eines Verwandten. Heute bleibt es zentral in Redewendungen wie 哭笑不得 (kū xiào bù dé – ‚zwischen Lachen und Weinen stehen‘).

Die Schriftform ist kein reines Piktogramm, sondern ein semantisch-phonetisches Zeichen: 口 deutet auf den Mund/Laut hin, während 虀 (ursprünglich ein Gemüse-Zeichen) hier rein phonetisch wirkt – heute jedoch kaum noch als eigenständiges Zeichen gelesen wird. Die moderne Strichfolge folgt strengen Schreibregeln: Beginn mit dem oberen 口, dann die drei Striche im unteren Teil.

Das Zeichen 哭 (kū) ist ein semantisches Kompositum aus dem Radikal 口 (Mund, Sprache, Laut) und dem phonetischen Bestandteil 虀 (jī), das hier historisch die Aussprache annähernd vermittelt. Es zählt zu den ältesten chinesischen Verben für emotionale Lautäußerung und gehört seit der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) zum festen lexikalischen Bestand. In klassischen Texten wie den ‚Sprüchen des Konfuzius‘ wird es bereits zur Beschreibung von Trauer und Verzweiflung verwendet.

Als HSK-Stufe-3-Zeichen ist 哭 grundlegend für Alltagskommunikation über Emotionen – besonders in Verbindung mit Substantiven wie 孩子 (Kind), 妈妈 (Mutter) oder 眼泪 (Tränen). Es vermittelt stets eine aktive, lautliche Handlung: nicht nur stille Trauer, sondern weinen mit Geräusch, oft mit Schluchzen oder Schreien verbunden. Die Aussprache kū ist ein klarer, kurzer 1. Ton – wichtig für die korrekte emotionale Nuancierung im gesprochenen Chinesisch.

Grammatisch fungiert 哭 meist als intransitives Verb, kann aber auch transitiv sein (z. B. 哭妈妈 – ‚die Mutter anweinen‘). Es lässt sich leicht mit Aspektpartikeln wie 了, 过 oder 着 kombinieren, um Zeitformen zu bilden. Im schriftlichen Gebrauch erscheint es häufig in emotionalen Kontexten wie Erzählungen, Briefen oder sozialen Medien – etwa bei der Beschreibung von Film-Szenen oder persönlichen Lebensereignissen.

💬 Beispielsätze

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