难
Zeichengeschichte & Erklärung
Historisch belegt ist 难 bereits in der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) in Texten wie dem ‚Shuōwén Jiězì‘ als Zeichen für ‚nicht ertragen können‘ oder ‚sich widersetzen‘. In der klassischen Literatur dient es oft zur Beschreibung politischer oder moralischer Herausforderungen – etwa in Konfuzius-Anhängseln, wo Schwierigkeiten als Prüfung der Tugend gelten. Heute ist es zentral in Bildungs- und Prüfungskontexten: Der Ausdruck 考试很难 (kǎoshì hěn nán) ist eine alltägliche Klage unter Studierenden.
Die Schriftform geht nicht auf ein Piktogramm zurück, sondern ist ein entwickeltes semantisch-phonetisches Zeichen (xíngshēngzì). Der linke Teil 隹 war ursprünglich ein Vogelsymbol, wurde aber rein phonetisch genutzt; der rechte Teil 又 ist ein altes Radikal für ‚wieder‘ oder ‚zusätzlich‘ – was die Vorstellung von wiederholter Anstrengung oder Überlastung stützt.
Das Zeichen 难 (nán) gehört zu den grundlegenden Vokabeln des chinesischen Wortschatzes und wird ab HSK-Stufe 3 systematisch vermittelt. Es ist ein semantisch-phonetisches Kompositum: Der linke Teil 隹 (zhuī, ursprünglich ‚kurzschwänziger Vogel‘) fungiert hier als phonetischer Bestandteil – historisch mit dem Laut *nàn* verwandt –, während der rechte Teil 又 (yòu, ‚wieder‘) als semantisches Radikal dient, das auf Wiederholung oder Schwierigkeit hinweist. Die heutige Bedeutung ‚schwierig‘ entstand durch semantische Verschiebung aus einer älteren Bedeutung ‚zu widerstehen, nicht ertragen können‘.
Die Aussprache nán ist die häufigste; die Lesung nàn tritt nur in festen Ausdrücken wie 难民 (nànmín, ‚Flüchtling‘) oder 难兄难弟 (nànxiōng nàndì, ‚Leidensgenossen‘) auf. Diese zweite Lesung ist ein Rest alter Tonunterscheidungen und gilt als literarisch oder stilistisch markiert. In Alltagssprache dominiert nán deutlich – etwa in Sätzen wie 这个问题很难 (Zhè ge wèntí hěn nán).
Als Radikal trägt 难 kein eigenes Radikal, sondern gehört zur Gruppe 又 (Radikal 29), was seine Verwandtschaft mit Handlungen, Wiederholung und damit indirekt mit Anstrengung unterstreicht. Die Strichfolge folgt klaren Regeln: zuerst die beiden horizontalen Striche im linken Teil, dann der senkrechte Strich, gefolgt von den vier Strichen des rechten 又. Dies spiegelt die traditionelle Schreibrichtung wider und unterstützt das motorische Gedächtnis beim Erlernen.
Beispielsätze
Zusammengesetzte Wörter
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