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Schreibweise
xiāng
HSK 3 Radikal: 香 9 Striche
💡 Denk an 'Xiang' wie 'Xanadu' – ein paradiesischer Ort mit süßem Duft!
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📚 Zeichengeschichte & Erklärung

香 (xiāng) meaning in English — duftend

Historisch belegt ist 香 seit der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) in rituellen Texten zur Beschreibung von Opferduftstoffen – besonders in Zusammenhang mit Räucherstäbchen für Ahnenverehrung und buddhistische Zeremonien. Bis heute ist 香 zentral in Tempeln, Teehäusern und bei traditionellen Hochzeiten, wo Duftkerzen oder Sandelholz-Räucherwerk symbolisch Reinheit und Segen vermitteln. Die Redewendung 香火 (xiāng huǒ, ‚Räucherstäbchen- und Kerzenflamme‘) steht metaphorisch für die Fortsetzung einer Familie oder religiösen Tradition.

Das Zeichen ist kein reines Piktogramm, sondern ein sogenanntes „semantisch-phonetisches Kompositum“, dessen obere Komponente (禾) semantisch auf Getreide/Ernte verweist, während die untere Form (日) ursprünglich phonetisch war – später vereinfacht und stilisiert. Die heutige Form entstand während der Song-Dynastie (960–1279) als Standardisierung in Druckwerken.

Das Zeichen 香 (xiāng) bedeutet primär ‚duftend‘ oder ‚wohlriechend‘ und gehört zum HSK-Stufe-3-Wortschatz. Es ist ein selbstständiges semantisches Zeichen mit eigenem Radikal – das Radikal 香 selbst ist identisch mit dem ganzen Zeichen, was auf seine hohe semantische Autonomie hinweist. Historisch entstand es aus einer Vereinfachung des älteren Zeichens 乡 (xiāng), das ursprünglich ‚Landgemeinde‘ bedeutete, aber phonetisch und semantisch mit Duftverbänden im Ritualkontext verschmolz.

Die Strichzahl beträgt neun, und die Schreibrichtung folgt streng den klassischen Regeln: zuerst die obere horizontale Linie, dann der linke vertikale Strich, gefolgt von den drei Punkten im oberen Teil (die das ‚Korn‘-Element darstellen), danach der untere Rahmen. Die Komponente 禾 (He, ‚Getreide‘) im unteren Teil deutet auf landwirtschaftliche Ursprünge hin – frisches Getreide war ein früher Träger angenehmer Gerüche in der chinesischen Kultur.

In der modernen Sprache fungiert 香 als Adjektiv, Substantiv und auch als Verb (z. B. in 香了 ‚ist duftend geworden‘). Es erscheint häufig in kulinarischen, religiösen und kosmetischen Kontexten – etwa bei Weihrauch, Parfüm oder frischem Essen. Seine Verwendung ist hochgradig idiomatisch: So heißt es nicht einfach ‚guter Geruch‘, sondern vermittelt eine kulturell aufgeladene Vorstellung von Reinheit, Gastfreundschaft und ritueller Ehrerbietung.

💬 Beispielsätze

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